Cannabis ist eine widerstandsfähige Pflanze, die nahezu überall wachsen kann. Für den Anbau zu Hause benötigen Sie einen ausreichend großen Topf, der den Wurzeln genug Platz bietet und idealerweise noch auf die Fensterbank passt. Eine nährstoffreiche Erde und die passende Sorte Ihrer Wahl sind ebenfalls entscheidend.
Wie viel Licht benötigt Cannabis?
Grundsätzlich gilt: Je mehr Licht die Pflanze erhält, desto besser. Mit mehr Licht produziert die Pflanze mehr Energie, wächst schneller und liefert eine ertragreichere Ernte.
Optimal sind 10 bis 12 Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag. Aber auch mit weniger Licht kommen die Pflanzen zurecht. Ein sonniger Standort, wie eine Fensterbank, ist ideal.
- Südliche Ausrichtung: Hier bekommt die Pflanze die meiste direkte Sonne.
- Ostseite: Die zweitbeste Option, mit viel Morgensonne.
- Westseite: Zwar ebenfalls gut beleuchtet, aber die Nachmittagshitze kann die Pflanze austrocknen. In diesem Fall ist auf eine ausreichende Bewässerung zu achten.
Welche Erde eignet sich für den Hanfanbau?
Für ein gesundes Wachstum ist nährstoffreiche, gut durchlüftete Erde entscheidend. Sie sollte nicht zu lehmig oder schlammig sein. Wichtig sind Makronährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium sowie zusätzliche Mikronährstoffe.
Cannabis gehört zu den sogenannten Starkzehrern und benötigt daher regelmäßig Dünger sowie gleichmäßige Feuchtigkeit. Ein Dauerdünger, z. B. Schafwollpellets (ca. 100 g pro Pflanze), kombiniert mit einem Flüssigdünger alle zwei Wochen, ist ideal.
Für den erfolgreichen Anbau von Cannabis ist die Wahl des richtigen Substrats entscheidend. Eine empfehlenswerte Option ist der BioBizz Light-Mix. Diese leicht vorgedüngte Erde bietet eine lockere Struktur, die eine optimale Belüftung der Wurzeln gewährleistet und somit das Wurzelwachstum fördert. Dank der milden Düngung eignet sich der Light-Mix besonders für Setzlinge und junge Pflanzen, da er das Risiko einer Überdüngung minimiert. Zudem ermöglicht er eine präzise Kontrolle über die Nährstoffzufuhr, da bei Bedarf zusätzliche Flüssigdünger problemlos hinzugefügt werden können. Die gute Drainage-Eigenschaft des Light-Mix verhindert Staunässe und sorgt für ein gesundes Pflanzenwachstum.
In eigenem Garten Cannabis anbauen und ernten
Wer die gesetzlichen Vorgaben einhält, kann Cannabis auch im Garten legal anbauen. Die Aussaat erfolgt am besten bis Mitte Mai. Sobald der Sämling fünf Blattpaare hat, kann er ins Freie umziehen.
Wichtig: Die Pflanzen müssen abgehärtet werden, bevor sie dauerhaft draußen bleiben. Über drei bis vier Tage gewöhnt man sie schrittweise an das Sonnenlicht und die Außenbedingungen.
- Blütezeit: Sobald die Tage kürzer werden, etwa ab Mitte August bis Mitte September, beginnt die Pflanze zu blühen.
- Erntezeit: Die Ernte erfolgt ab Mitte September bis spätestens Anfang November, bevor der erste Frost eintritt.
Wo kann man Cannabissamen kaufen?
Cannabissamen für den privaten Eigenanbau können legal aus EU-Mitgliedsstaaten über das Internet bezogen werden. Beachten Sie dabei die geltenden Vorschriften in Ihrem Land.
Welche Cannabissorte ist die richtige?
Sogenannte autoflowering Sorten sind für den heimischen Anbau perfekt. Diese Sorten werden nicht allzu groß, nur etwa 40 bis 100 Zentimeter, und haben einen kurzen Wachstumszyklus. Zu dem brauchen sie dabei keine Änderung des Lichtzyklus, um mit der Blüte zu beginnen. Diese Autoflower-Sorten blühen zuverlässig nach etwa zehn Wochen und der Ertrag ist gegenüber den klassischen Cannabissorten deutlich geringer – aber für den Eigenbedarf auf jeden Fall ausreichend! Und nur für den Eigenbedarf darf man ja anbauen.
Worauf muss ich achten, wenn ich Cannabis zu Hause anbaue?
Die Pflanzen müssen in einem abgezäunten, umschlossenen Bereich ohne Einsicht und Zugriff von außen angebaut werden. Die Cannabispflanzen sowie die -samen müssen zwingend unzugänglich für Minderjährige und Dritte sein. Die Pflanzen sowie geerntete Teile davon können beispielsweise in abschließbaren Schränken oder Räumen aufbewahrt werden. Außerdem darf keine unzumutbare Belästigung oder Störung, wie etwa Geruchsbelästigung, für die Nachbarschaft verursacht werden.
Und auch im Kleingarten, die dem Verband der Kleingartenvereine angehören, ist der Anbau von Hanfpflanzen verboten. Sicherheitshalber sollte der Gartenbereich auf jeden Fall auch abschließbar sein, sodass unbefugtes Betreten zumindest mal erschwert wird.
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